Bodenanalyse in einer Tiefgarage mittels Laserscanning

Präzise Untersuchung einer neu gebauten Tiefgarage in Dortmund

Im Rahmen eines Vermessungsauftrags wurde eine neu errichtete Tiefgarage in Dortmund mithilfe moderner Laserscantechnologie detailliert untersucht. Der Anlass für die Analyse war ein wiederkehrendes Problem: Nach starken Regenfällen sammelte sich an mehreren Stellen Wasser auf dem Boden. Dies führte zu dem Verdacht, dass Unebenheiten oder Gefälleabweichungen in der Bodenoberfläche vorliegen könnten.

Erfassung der Tiefgarage mit 80 Scan-Positionen

Um die Bodenstruktur vollständig und hochauflösend zu erfassen, wurden insgesamt 80 Laserscan-Positionen in der gesamten Tiefgarage aufgenommen. Diese dichte Punktverteilung ermöglicht eine lückenlose Dokumentation der Oberfläche – inklusive kleinster Höhenunterschiede, die mit klassischen Messmethoden oft nicht sichtbar werden.

Vorteile der Laserscan-Methode

  • millimetergenaue Erfassung der gesamten Bodenfläche
  • keine Messlücken, auch in schwer zugänglichen Bereichen
  • objektive, reproduzierbare Datenbasis
  • ideal für spätere Vergleiche oder Gutachten

Auswertung der Punktwolke im Büro

Die aufgenommenen Scans wurden anschließend im Büro registriert, zu einer gemeinsamen Punktwolke zusammengeführt und ausgewertet. Ziel war es, die tatsächliche Bodenbeschaffenheit mit den zulässigen Normwerten zu vergleichen. Dabei wurden insbesondere Gefälle, Ebenheit und lokale Vertiefungen analysiert.

Ergebnis der Untersuchung

Die Analyse zeigte, dass die Bodenoberfläche innerhalb der zulässigen Normbereiche lag. Die festgestellten Wasseransammlungen waren somit nicht auf bauliche Mängel oder relevante Unebenheiten zurückzuführen. Stattdessen deuteten die Ergebnisse auf andere Ursachen hin – beispielsweise auf temporäre Wasserzuflüsse oder unzureichende Entwässerungspunkte.

Wie Punktwolken für Soll-Ist-Vergleiche genutzt werden

Punktwolken sind ein zentrales Werkzeug der modernen Bauwerksanalyse. Sie ermöglichen es, den tatsächlichen Zustand eines Bauwerks (Ist) präzise mit Planungsdaten oder Normvorgaben (Soll) zu vergleichen. Gerade bei Bodenanalysen, Gefälleprüfungen oder Qualitätskontrollen bieten sie enorme Vorteile.

1. Erstellung eines digitalen Ist-Modells

Durch das Laserscanning entsteht eine hochdichte Punktwolke, die die reale Geometrie der Bodenoberfläche millimetergenau abbildet. Dieses Modell bildet die Grundlage für alle weiteren Analysen.

2. Abgleich mit Soll-Daten

Die Punktwolke kann direkt mit:

verglichen werden. Software erkennt automatisch Abweichungen und stellt sie farblich dar – beispielsweise als Heatmap oder Höhenmodell.

3. Identifikation von Abweichungen

Typische Fragestellungen, die sich mit Punktwolken beantworten lassen:

  • Weicht das Gefälle vom geplanten Wert ab?
  • Gibt es lokale Vertiefungen, die Wasser sammeln?
  • Entspricht die Ebenheit den DIN‑Toleranzen?
  • Wurden Bauteile korrekt eingebaut?

4. Dokumentation und Nachweisführung

Die Ergebnisse können als 2D‑Pläne, 3D‑Modelle oder farbcodierte Abweichungskarten ausgegeben werden. Dadurch entsteht eine objektive, nachvollziehbare Dokumentation – ideal für Bauherren, Planer, Gutachter oder Versicherungen.